F&E: Entwicklung der Forschung für mehr Fortschritt

Embryonale Stammzellen Forschung

Stammzellen

Die embryonale Stammzellenforschung ist eines der aktuellsten und hochbrissantesten Forschungsgebiete, das sich mit dem Versuch zur Therapie verschiedener Gendefekte und Krankheiten durch menschliche Stammzellen beschäftigt.

Angestrebt wird dabei unter anderem, eine Möglichkeit zu finden, um schwere körperliche Krankheiten wie Parkinson heilen oder Haut und zerstörte bzw. beschädigte Organe komplett gesund nachwachsen zu lassen.

Die Methode, der sich die Stammzellenforschung hierbei bedient, basiert auf der Entnahme körpereigener Stammzellen von Embryonen, mit der eine Zerstörung des Fötus einhergeht, sowie seine Verwendung für Tierversuche und andere Forschungsmaßnahmen.

Die entnommenen Zellen können im Reagenzglas unabhängig von ihrer ursprünglichen Funktion zu verschiedenen speziell aus-differenzierten Zelltypen heran gezüchtet werden.

Dies bietet eine Grundlage für ethische Diskussionen, in denen Kritiker unter anderem mit dem Würdeschutz gemäß Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes argumentieren.

So ist beispielsweise vom Standpunkt der Kirchen aus die Zerstörung des frühen menschlichen Lebens zu Forschungszwecken nicht vereinbar mit moralischen Werten und einer Achtung der Menschenrechte, die sie dem Embryo als kleinem Menschen zusprechen und sich daher gegen seinen zweckdienlichen Missbrauch aussprechen.

Dem gegenüber setzen Wissenschaftler und Befürworter der embryonalen Stammzellenforschung die Frage, ob dem verschmolzenen, winzigen "Zellklumpen" im Reagenzglas bereits volle Menschenrechte einzuräumen seien und es scheiden sich weltweit die Geister angesichts besagter Streitfrage.

In Deutschland ist die Herstellung und Zerstörung menschlicher Embryonen gemäß dem Embryonenschutzgesetz verboten.

Forschungen an aus dem Ausland importierten embryonalen Stammzellen sind jedoch in Ausnahmefällen erlaubt und fallen unter die Regelung durch das im Juli 2002 erlassene Stammzellengesetz.

Durch dieses ist jedoch untersagt, Stammzellen zu importieren, die nach dem 1. Januar 2002 entnommen wurden.

An dieser Stichtagregelung wird fortwährend Kritik geübt, man fürchtet unter Anderem, Deutschland könne durch die strenge Regelung den Anschluss an große moderne Forschungsnationen wie China oder die USA verlieren.

Eine weitere, nach Absprache mit dem Patienten legale Möglichkeit zur Gewinnung von Stammzellen ist die Entnahme aus der Nabelschnur oder dem erwachsenen Körper zur Einlagerung für eine mögliche Behandlung später auftretender Krankheitsfälle oder genetischer Defekte.

Bei dieser teuren und selten angewandten Methode ist es jedoch unmöglich, die Zellen in ihrer Funktion und Art zu verändern.