F&E: Entwicklung der Forschung für mehr Fortschritt

Forschung Gentechnik

Gentechnik

Die Neuzeit lässt den Menschen in wissenschaftliche Teilgebiete vordringen, wie es noch vor einigen Jahrzehnten schlicht unvorstellbar gewesen wäre. So bezeichnet die heutige Gentechnik einen Vorgang, bei welchem das Erbgut durch gezielte endogene oder exogene Manipulation in seiner Funktionsvielfalt und Bedeutung für den Organismus verändert wird. Diese Techniken beruhen auf den Kenntnissen der Genetik und Molekularbiologie, ohne deren Anwendung derartige Prozesse natürlich nicht möglich wären. Die Forschung der Gentechnik muss in diesem Zusammenhang differenziert betrachtet werden. Die klassische Manipulation, welche durch gezielte Züchtung zu erreichen ist, besteht in ihrer Grundform schon bei den ersten sesshaften Stämmen vor über 5000 Jahren, welche hierdurch ihre Ernteerträge maximieren wollten. Die Forschung der Gentechnik auf dem Gebiet, wie es der heutigen Assoziation entspricht, begann mit den Forschern Ellen Taylor und Ray Wu, welche es erstmals schafften, mit Restriktionsenzymen gezielt eine DNA Sequenz zu verändern. Auch heute noch wird in der Regel die Trennung der DNA durch die Restriktionsenzyme bewirkt, welche eine Art chemische Schere darstellen. Insbesondere das spätere gezielte Zusammenfügen stellt die Wissenschaftler vor Probleme, da sich die Sequenzen oftmals nicht an den eigentlichen Wunschpunkten verknüpfen.

Für ein Hauptfeld der Forschung der Gentechnik, dem Einsatz bei Pflanzen zur Ertragsoptimierung, wurde in den 70er Jahren der Grundstein gelegt. Dem Forscher Marc Van Montagu und Jeff Schell gelang es, über das Agrobacterium Tumefaciens erstmals erfolgreich Plasmide in eine Pflanze einzuschleusen, welche dann gewünschte Eigenschaften, welche zuvor in das Bakterium integriert wurden, auf die DNA der Pflanzen übertragen. Heutzutage ist die Forschung der Gentechnik natürlich nicht mehr auf die Grundlagenforschung oder die Begrenzung auf ein Teilgebiet beschränkt, was beispielsweise die sogenannte Rote Gentechnik in Form einer Gentherapie zeigt. Jedoch stößt die Forschung derzeit nicht nur im Labor, sondern auch in moralischen Fragen an Grenzen, welche zu überwinden ungewiss sein wird. So stellt sich die Frage, inwiefern Menschen und Tiere Manipulationen unterworfen werden dürfen, unabhängig von der Thematik, ob diese im Endeffekt gut für diese sind. Auch tritt in der genetischen Manipulation von Nahrungsmitteln starke Reserviertheit breiter Bevölkerungsteile auf, welche diese teils schlicht nicht konsumieren wollen. Es dürfte spannend zu sehen sein, wie die Forschung der Gentechnik mit diesen Problemen in Zukunft umgehen wird.

Da die Forschungen der Gentechnik häufig auch für Chemie Industrien arbeiten, werden die Forschungslabore oft auch in den Industrie-Fabriken eingerichtet. Je nach Forschungsgebiet müssen hier auch spezielle Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.